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Wettbewerb Neubau des Pfarrheims 'Seliger Niels Stensen', 2. Preis

2014-08-26

Das Haus, mit seinem dreiteiligen Raumprogramm, bestehend aus dem zweiteiligen Gemeindesaal, dem Jugendraum mit der Küche einschließlich Tresen und den Nebenräumen und der Bibliothek mit dem zuschaltbaren Gruppenraum, umfasst den nach Westen offenen Kirchplatz. Die drei Einheiten des Hauses werden über den Innenhof entweder zentral durch die Wandelhalle oder direkt über den Platz erschlossen. Der Baukörper ist über rhythmisch geneigte Dächer, entsprechend den Nutzungen, gegliedert. Die erdgeschossige Lösung ermöglicht eine barrierefreie Erschließung aller Räume. Das Behinderten WC ist über einen zusätzlichen Außenzugang erschlossen. Der Parkplatz und der Gemeindegarten auf der Ostseite der Gebäudegruppe umspielen mit dem Kirchplatz das neue Gemeindehaus und bilden für das jährliche Pfarrfest einen attraktiven Ort mit verschiedenen Eigenschaften.

Der Ort, die Pfarrkirche St. Margareta liegt am östlichen Rand der Kernstadt Lengerich, an der Durchgangsstraße nach Lienen. Die Kirche wird in der Weitsicht durch den neobarocken Kirchturm einschließlich dem mittlerweile verschlossenem Hauptportal am Stadtrand verortet. Die Blickachse von der Bahnhofstraße zum Hauptportal bestimmt den Zugang über eine Stufenanlage und eine Rampe zum neuen Kirchplatz. Der Kirchplatz wird gefasst durch das Turmportal, dem bestehenden Anbau der Werktagkirche und dem hofartigen Neubau des Gemeindezentrums. Die Zugänge zur Kirche und zum Gemeindezentrum liegen so an einem Platz unter dem weitausladenden, schattenspendenden Baum im Mittepunkt des Platzes. Das Haus formuliert zusammen mit der Kirche eine dorfähnliche Einheit.

Die Konstruktion Das Gemeindehaus ist als klassischer Massivbau konzipiert, die Dachkonstruktion als einfaches Pfettendach mit bituminöser Eindeckung und kupfernen Anschlussblechen. Die Außenwände erhalten einen beigegrauen Ziegel, farblich entsprechend der Sandsteinelemente am Turmportal, und Sichtbetonflächen im Bereich der Loggia vor dem Gruppenraum. Die Holzfenster bekommen einen warmgrauen Deckanstrich, im Bereich der großen Verglasungen eine Deckschale aus kupfergrünem Aluminium. Die geschlossen Außenwände erhalten innen einen mineralischen Putz, der Boden einen Hartbelag und die Einbauten werden aus Schichtplatten mit einem Deckfurnier aus Eichenholz hergestellt.

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